Nischen-Sport

Thursday, July 24. 2008

Ein amüsanter Artikel im Guardian Sport Blog über Randsportarten, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen. Darunter natürlich der beliebte Larp-Schwertkampf, aber auch die Cardboard Tube Fighting League. Ich wusste gar nicht, dass es eine Liga für die Sportart meiner Zivi-Stelle gibt. Hätte ich das vorher gewusst....

Mythos Ritter in Koblenz

Tuesday, July 22. 2008

Noch bis zum 9. November läuft die Sonderausstellung des Landesmuseum Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein mit dem Titel Mythos Ritter. Neben dem klassischen Museumsprogramm können die Besucher auch direkt Rüstungen ausprobieren (für Larper vielleicht nicht so spannend) und so das Mittelalter direkt erleben. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm zu verschiedenen Themen.



Neues Waffengesetz

Tuesday, March 4. 2008

Deutschland hat ein neues Waffengesetz. Was hat das mit Larp zu tun? Schon einiges, denn die Änderungen beschäftigen sich zum einen mit "Spielzeug-Waffen" und zum anderen sind Messer betroffen.

Die erste Änderung betrifft sogenannte "Anscheinwaffen", sprich Waffen die wie echt aussehen. Der Erwerb ist weiterhin erlaubt, aber es ist verboten sie zu in der Öffentlichkeit "führen". Mitgenommen dürfen sie nur in "geeigneten" Behältern, die möglichst verschlossen sein sollen. Insbesondere für Cyberpunk-, Western, Vampire- aber auch für Piraten-Spieler könnten damit einige Probleme verbunden sein, wenn man sich auf Veranstaltungen nicht vorher mit der Polizei abspricht. Die Frage ist nun womit ist eine Waffe denn klar als Spielzeug erkennbar? Dazu schreibt das Mitglied des Bundestages Sebastian Edathy (SPD) auf Abgeordnetenwatch.de:

“Die konkrete Regelung für die Anscheinwaffen sieht wie folgt aus: Das im Regierungsentwurf vorgesehene Verbot des Führens von Anscheinwaffen in der Öffentlichkeit wird auf alle Waffenattrappen und damit auch auf Kurzwaffen-Imitate (= Pistolen) ausgedehnt und als Ordnungswidrigkeit geahndet. Der Transport muss in verschlossenen Behältnissen erfolgen (z.B. eingeschweißte Verpackung oder eine per Schloss verriegelte Tasche). Erwerb und Besitz bleiben zulässig, das Zeigen in der Öffentlichkeit grundsätzlich nicht. Ausnahmen gelten nur für solche Gegenstände, die nach ihrem Gesamterscheinungsbild erkennbar zum Spiel oder für Brauchtumsveranstaltungen vorgesehen sind. Ersteres gilt insbesondere, wenn die Imitate die Größe einer tatsächlichen Feuerwaffe um 50 oder mehr Prozent unter- bzw. überschreiten oder neonfarbige Materialien enthalten.“


Verstöße können mit einem Bußgeld bis zu 10 000 Euro bestraft werden!

Die andere Änderung betrifft das Führen von Messern und anderen Schneidewerkzeugen.

Im Gesetzestext wird das Führen von Hieb- und Stoßwaffen oder Messern mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandtaschenmesser) oder feststehenden Messern mit einer Klingenlänge über 12 cm verboten. Der Vertrieb, Erwerb und der Besitz solcher Messer ist weiterhin legal.

Damit ist so ziemlich jedes Fahrtenmesser, dass man zum Brot schneiden benutzt in der Öffentlichkeit verboten. Aber auch hier gibt es wieder einen Gummiparagraphen, denn das Verbot gilt nicht, "wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt."
Was ein berechtigtes Interesse ist, bleibt wieder Auslegungssache. Gemeint sein soll damit der so genannte sozial-adäquate Gebrauch von Messern. Zum Beispiel aus beruflichen Gründen oder auch bei Ausübung des Hobbies oder in der Freizeit: Wanderern, Pfadfindern, Campern, Anglern und Jägern.

Im Prinzip ist man also der Gnade des Polizisten überlassen, ob er eine Situation als sozial-adäquat einschätzt oder nicht. Konstruieren könnte man nun auch noch den Fall Larpschwerter, da sie eine Mischung aus Anscheinwaffe und Klinge über 12cm ist... Hoffentlich kommt niemand auf diese Idee.

Wer sich genauer informieren will schaut ins Waffengesetz, dessen Anlagen und in die Verwaltungsvorschrift.

Für Grenzfälle in Sachen Waffen sind die Feststellungsbescheide des BKA entscheidend.

Und weil es bei solchen Artikel nötig ist:
Für die Richtigkeit dieses Artikels wird keine Gewähr übernommen!

Zauberstab, knicklichtgeeignet.

Saturday, January 20. 2007

Was macht Zauberer im Larp interessant? Bestimmt nicht stundenlange Diskussionen über Magietheorie oder hübsch gezeichnete Ritualkreise. Nein, interessant sind Sachen, die leuchten, krachen, rauchen, brennen oder alles davon gleichzeitig.

Heute wollen wir uns der ersten Kategorie widmen: Sachen, die leuchten. In diesem speziellen Falle geht es um einen Zauberstab mit einer leuchtenden Kugel an der Spitze, gebaut aus dem Stahl und Kristall des Larpers: Latexüberzogener Schaumstoff und Silikon.

Der Schaft des Stabes besteht aus einem 15mm GFK-Rundstab, ummantelt von 20mm starker Rohrisolierung. Die Kernstabenden sind mit Leder umwickelt und haben einen Sicherheitsabstand zum Ende des Stabes von etwa 5cm.

Damit das Ganze nicht wie Rohrisolierung, sondern wie Holz aussieht, schnitzt man einfach mit einem Teppichmesser fröhlich etwas Struktur hinein. Am oberen Ende ist der Stab allerdings etwas ordentlicher um die eigene Achse torquiert und bildet so die Flächen für die Einfassung der Kugel.

Die Kugel ist eine lapidare Silikonkugel (in diesem Falle mit einem Durchmesser von 10cm). Die Herausforderung ist dabei die Befestigung am Schaumstoffstab. Weder Pattex noch Zwei-Komponenten-Kleber bleiben auf dem Silikon haften. Lediglich mit Sekundenkleber lässt sich ein etwas beständigerer Kontakt zwischen Einfassung und Kugel herstellen, der allerdings keinesfalls einen Kampf übersteht.

Die Lösung des Problems zeigt sich, nachdem die Waffe fertig gelatext und angemalt ist. Eine dicke Schicht Waffencoat, mit über die gesamte Kugel gepinselt, sorgt für bombenfesten Halt.

Durch einen kleinen Schlitz in der Kugel lassen sich dann zu einem Ring gebogene Knicklichter einführen, und voilà, fertig ist der Zauberstab.

So einfach macht man sich bei feindlichen Bogenschützen beliebt.

(Wer genauere Tipps zum Bau haben möchte, ist herzlich eingeladen, mich zu kontaktieren.)

Nanotechnologie im Schwert

Thursday, November 16. 2006

(...) Mit einem hochauflösenden Transmissions-Elektronenmikroskop untersuchten Forscher ein Schwert des persischen Schmiedes Assad Ullah aus dem 17. Jahrhundert. Bei der Schmiedetechnik der Araber aus dieser Zeit handelte es sich um eine komplizierte thermomechanische Behandlung des Stahls, bei der das Schmiedegut immer wieder auf bestimmte Temperaturen gebracht, geschmiedet und wieder abgekühlt wurde. Das genaue Verfahren hierfür ist seit dem 18. Jahrhundert in Vergessenheit geraten. (...)

RP-Online

Artikel bei The Autralian und der Orginalartikel aus der Nature. Am besten gleich der Orginal-Artikel lesen, denn der ist deutlich sachlicher.

Das dickste Ding

Monday, May 15. 2006

Der Film Herr der Ringe muss Eindruck bei den Kiwis hinterlassen haben, denn sie haben eine Trebuchet nachgebaut und damit einen Weltrekord aufgestellt. Meine Damen und Herren: Die grösste Trebuchet der Welt, die Autos als Munition nutzt. (Film 250kb,wmv)

Beschusstest

Tuesday, May 2. 2006

Letzten Donnerstag gab es kleines Waffentraining auf Wolfenblick und zum entspannenden Abschluß eine Runde Bogenschiessen. Nach einigen Schüssen mussten zwei Pfeile aussortiert werden, beide aus der IDV Reihe...

Pfeilschaden


Bei Pfeil A (oben) hatte es den Schaft zerlegt (von mir mit einer Münze gespreizt, damit man es besser sehen kann) und Pfeil B (unten) hat kurzer Hand seinen Kopf verloren und danach die Stabilität des Schaftes...


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The Knight Club

Thursday, March 23. 2006

"The Knight Club" ist ein schöner kurzer Film (10MB WMV) über den typischen SCA-Kampf (Larpblog-Artikel zur SCA). Auch wenn man die Qualität nicht so sonderlich ist, man kann das freudige Funkeln in den Augen der Teilnehmer fast sehen und was für einen Spaß es ihnen macht. Insbesondere der Aussage: Man kann auch ohne Gewinnen Spaß haben bei diesem Sport (und das ist es), kann ich mich nur anschliessen.
Nach 40 Jahren aktiven Ritterkampf hat sich aus der wilden Prügelei ein echter Sport mit eigenen Techniken entwickelt. Besonders schön kann man in dem Film den "Snap" zum Helm sehen. Das Schwert liegt locker auf der Schulter und wird mit einem Snap - einem plötzlichen Anspannen des Armes und der Hand - zum Gegner "geschossen". Bei Rattanschwerter und harten Schlägen ist Vollrüstung natürlich Pflicht.

Hammerkunst Polsterwaffen

Tuesday, March 14. 2006



Die Spitze des Hammerkunst Gotenschwertes nach einem Contag.

Nachdem ich mich hier und hier schon ausgiebig über die Qualität (oder was man in Ermangelung eines höflicheren Wortes so nennen muß) der Hammerkunst Polsterwaffen ausgelassen habe, möchte ich dieses Bild einfach für sich sprechen lassen.

Beschußtest Update

Thursday, March 9. 2006

Zu dem schon erwähnten Beschußtest gibt es nun auch die Hochgeschwindigkeits-Videos online.

von Andrej via LI

Beschußtest

Sunday, March 5. 2006

Vor einiger Zeit hatte ich in meinem Blog schon darüber berichtet: Ein Beschußversuch Armbrust gegen Harnisch, der sehr beeindruckend zeigte, dass ein guter Harnisch - ganz im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung - sehr wohl ein guter Schutz gegen Schußwaffen war. In der neuesten Ausgabe des Karfunkel - Combat (wie immer sehr zu empfehlen) ist nun auch der ausführliche Bericht mit exakter Beschreibung der verwendeten Materialien zu diesem Test zu lesen und in Aussicht gestellt, dass die Hochgeschwindigkeitsaufnahmen des Beschusses bald unter Plattnerwerkstatt zu sehen sein werden.