Zauberstab, knicklichtgeeignet.
Was macht Zauberer im Larp interessant? Bestimmt nicht stundenlange Diskussionen über Magietheorie oder hübsch gezeichnete Ritualkreise. Nein, interessant sind Sachen, die leuchten, krachen, rauchen, brennen oder alles davon gleichzeitig.
Heute wollen wir uns der ersten Kategorie widmen: Sachen, die leuchten. In diesem speziellen Falle geht es um einen Zauberstab mit einer leuchtenden Kugel an der Spitze, gebaut aus dem Stahl und Kristall des Larpers: Latexüberzogener Schaumstoff und Silikon.
Der Schaft des Stabes besteht aus einem 15mm GFK-Rundstab, ummantelt von 20mm starker Rohrisolierung. Die Kernstabenden sind mit Leder umwickelt und haben einen Sicherheitsabstand zum Ende des Stabes von etwa 5cm.
Damit das Ganze nicht wie Rohrisolierung, sondern wie Holz aussieht, schnitzt man einfach mit einem Teppichmesser fröhlich etwas Struktur hinein. Am oberen Ende ist der Stab allerdings etwas ordentlicher um die eigene Achse torquiert und bildet so die Flächen für die Einfassung der Kugel.
Die Kugel ist eine lapidare Silikonkugel (in diesem Falle mit einem Durchmesser von 10cm). Die Herausforderung ist dabei die Befestigung am Schaumstoffstab. Weder Pattex noch Zwei-Komponenten-Kleber bleiben auf dem Silikon haften. Lediglich mit Sekundenkleber lässt sich ein etwas beständigerer Kontakt zwischen Einfassung und Kugel herstellen, der allerdings keinesfalls einen Kampf übersteht.
Die Lösung des Problems zeigt sich, nachdem die Waffe fertig gelatext und angemalt ist. Eine dicke Schicht Waffencoat, mit über die gesamte Kugel gepinselt, sorgt für bombenfesten Halt.
Durch einen kleinen Schlitz in der Kugel lassen sich dann zu einem Ring gebogene Knicklichter einführen, und voilà , fertig ist der Zauberstab.
So einfach macht man sich bei feindlichen Bogenschützen beliebt.
(Wer genauere Tipps zum Bau haben möchte, ist herzlich eingeladen, mich zu kontaktieren.)




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