Pro7 bringt Mittelalter-Dokus
Die Sendund Galileo auf Pro7 ist nicht gerade für seine wissenschaftliche Genauigkeit bekannt, aber vielleicht ist das eine oder andere interessante dabei...
München (ots) - Im "finsteren Mittelalter" schufteten Leibeigene für den Ruhm ihrer Herren, buhlten edle Ritter zu Pferd um die Gunst schöner Fräulein, sorgten Gaukler für Abwechslung an der Adelstafel. Klischee oder Wahrheit? "Galileo" zeigt, wie der Alltag im "finsteren Mittelalter" wirklich war - vom 18. bis 22. September 2006 täglich um 19.00 Uhr auf ProSieben.
Pro7 Pressemeldung 500 bis 1500 nach Christus: Die Zeit der Ritter und Burgen,
Minnedichter und Kreuzzüge gilt als dunkel und rückständig. Doch was
ist wirklich dran an der Vorstellung vom finsteren Mittelalter? In
fünf Beiträgen untersucht "Galileo" das Alltagsleben im Mittelalter - eine faszinierende Reise zurück in vergangene Zeiten:
Medizin im Mittelalter (18.9.2006) Egal ob es sich um Karies, eine Mandel-Entzündung oder eine
Schnittwunde handelt - wenn wir heute einen Arzt konsultieren, dann
meist mit Aussicht auf Heilung. Vor 500 Jahren war das noch
vollkommen anders. Krankheiten, die wir heute komplikationslos
behandeln, bedeuteten damals den sicheren Tod. Gegen eine
Blinddarmentzündung, die so genannte "Seitenkrankheit", war jeder
Medicus machtlos. Infektionen waren an der Tagesordnung, weil sich
Keime in allen Bereichen des Lebens ungehindert vermehrten. Der
Aderlass als vermeintliche "Universal-Therapie" wurde gerne und oft
angewendet - selten aber mit einem positiven Ergebnis.
Essen im Mittelalter (19.9.2006) Maßlose Völlerei, Alkohol in rauen Mengen, mysteriöse Gifte und
geheime Liebestränke. Was davon ist wahr - und was bloßer Mythos?
"Galileo" blättert in historischen Rezeptbüchern und erforscht die
Geheimnisse der mittelalterlichen Küche. Tatsache ist: Um die Mitte
des 13. Jahrhunderts ließen Burgherren und wohlhabende Bürger oftmals zehn oder mehr Gänge auftragen. Die Bauern, die von den Reichen als
"Kraut- und Rübenfresser" verspottet wurden, lebten hingegen in
ständiger Angst vor Hungersnöten.
Liebe im Mittelalter (20.9.2006) Keuschheitsgürtel, Minnelieder, ein strenger Klerus, wenig Hygiene,
keine Aufklärung, Fischblasen als Kondome - das sind die gängigen
Vorstellungen von mittelalterlicher Liebe. Doch wie ging es damals
wirklich zu, wenn man auf der Suche nach Liebe war? Was davon war
erlaubt, was ein sexueller Fehltritt, der als Sünde bestraft wurde?
"Galileo" begibt sich die Spuren der mittelalterlichen Liebeskunst.
Erste Erkenntnis: Verkehr gab es nur im Nachthemd - alles andere war
unkeusch. Das Schlafgewand von Mann und Frau hatte dafür Löcher an
den entscheidenden Stellen ...
"Ritterturniere" - Das Sportevent des Mittelalters (21.9.2006) Bei Ritterturnieren stellten die Krieger vor Publikum ihren Mut und
ihre Geschicklichkeit unter Beweis. Doch worum ging es dabei
wirklich: Kämpften die Ritter um Ehre, Frauen - oder um Geld? Und wie lief der eigentliche Kampf ab? So wendeten versierte Lanzenkämpfer
oftmals den Kinnstoß an: Trafen sie den Hals, wurde der Gegner
betäubt und stürzte rückwärts aus dem Sattel. Einfacher war es, auf
den Schildbuckel zu zielen: Dazu brauchte der Reiter nur eine
möglichst große Stoßkraft im Moment des Aufpralls. Um zu verhindern,
dass gestürzte Ritter unter die Hufe gerieten, wurden hölzerne
Barrieren - "Schranken" - zwischen den Kämpfern errichtet. Da die
Lanzen jetzt nicht mehr frontal, sondern nur noch in einem Winkel von rund 75 Grad trafen, reduzierte sich die Wucht des Stoßes. Nun wissen Sie auch, woher die Redensart "in die Schranken weisen" stammt ...
Mode im Mittelalter (22.9.2006) Unterhose, BH, Hose, Rock und Bluse - für uns heute
selbstverständlich. Im Mittelalter waren diese Kleidungsstücke
unbekannt: Die Männer trugen Beinlinge (überlange Kniestrümpfe) -
darüber die Cotta, ein Oberkleid. Unterwäsche war unbekannt.
Verheiratete Frauen mussten ihr Haar unter einer Haube verbergen -
offenes Haar war Prostituierten vorbehalten. Reiche zogen sich so
unpraktisch wie möglich an, damit jeder sehen konnte: "Ich habe es
nicht nötig, schwer zu arbeiten." Dazu gehörten extrem eng geknöpfte
Ärmel, Schuhe mit überlangen Spitzen und Kleider, die Frau mit einer
Hand raffen musste, um damit gehen zu können. "Galileo" mit einer
mittelalterlichen Modenschau ...
Zurück in die Vergangenheit! "Galileo" reist ins Mittealter- vom
18. bis 22. September 2006 täglich um 19.00 Uhr auf ProSieben.
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